JA – WER GIESST DAS DENN ?

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Wir haben die Bedenken vieler Politiker und Bürger zur Initiative “Mettmann zum FrESSEN gern” gesammelt:

  • Wer gießt denn das neugepflanzte Beerenobst, die Kräuter, die Kirschbäume?
  • Wer darf denn ernten?
  • Wer zahlt für die Pflege der Beete?
  • Wer verhindert, daß Hunde die Beete beschmutzen?
  • Wenn überreife Früchte Wespen anlocken, ein Allergiker vorbeigeht und gestochen wird, wer ist dann verantwortlich?
  • Wenn ein Kind sich beim Pflücken verletzt, wer zahlt das dann?

Um den Mettmanner Bedenkenträgern etwas entgegnen zu können, haben wir uns in anderen Städten ähnlicher Größe umgeschaut.

In Andernach am Rhein, einer Stadt mit rund 30.000 Einwohnern, ist die Vision einer “Essbaren Stadt” schon heute Wirklichkeit geworden.

Im Jahr 2010 haben der Geoökologe Lutz Kosack und die Gartenbauingenieurin Heike Boomgaarden das Konzept entwickelt und mithilfe einer offenen, innovativen Stadtverwaltung umgesetzt.

  • Reduzierte Pflegekosten durch Umstellung von sogenannten Wechselflorbeeten (also Tulpen oder Stiefmütterchen) auf heimische Staudenpflanzen. Statt bisher 60 € je qm fallen so nur etwa 12 € je qm an.
  • Neue Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose der gemeinnützigen Perspektive GmbH.
  • Bürgerbegeisterung durch das Angebot, abends auf dem Heimweg mal eben die Tomaten oder Gurken oder Äpfel fürs Abendbrot zu pflücken. Einfach so und kostenlos.
  • Stadtmarketing unterstützen und möglichst eine Alleinstellung für Andernach erreichen, die zusätzliche Touristen anzieht.
  • Ökobilanz der Stadt verbessern durch nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung regionaler Kreisläufe.

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In Andernach wachsen Kürbisse und Tomaten, Wein-Trauben und Kartoffeln und anderes Obst und Gemüse.

Das Obst und Gemüse darf jeder ernten. Was übrig bleibt, wird günstig verkauft.

Auch die Blumen und Bäume sind nicht nur zum Anschauen. Sie sind für die Bienen, Vögel und Schmetterlinge da. Es gibt sogar Hühner in der essbaren Stadt.

Arbeitslose Menschen pflegen die essbare Stadt. Sie verdienen sich damit etwas zu ihrem Arbeitslosen-Geld dazu.

Mit dem fahrbaren Schulgarten wird die Ideen der Nachhaltigkeit vermittelt.

Die Kinder, Bürger und Besucher von Andernach sind froh mit der essbaren Stadt. Deshalb achten alle darauf,dass nichts kaputt gemacht wird. Auch Müll wird nicht so oft in die Grünanlagen geworfen.
 

 In Mainz auf dem zentralen Marktplatz:

wachsen Kräuter und Sommerblumen

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In Kitzingen-Etwashausen:

wachsen drei riesig Blume aus 12 000 Salatpflanzen

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6000 Stück Salat, 4000 Kohlrabi, 1000 Wirsing und genauso viele Blumenkohlpflanzen: das ist die Salatblume . Am 7.August wird das Kunstwerk beim 4. Gärtnerfest abgeerntet.

Und irgendwo in einem kleinen Dorf im Fränkischen fragt man sich:

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WER GIESST DAS DENN ?

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